Der erste Tag

Von wegen fleißig bloggen…

Ich erleide einmal mehr ein so genanntes militärisches Einzelschicksal (im  zivilen Sprachgebrauch: ‚Ich hab Pech‘).
Die Internetverbindung so nah an Slowenien ist ein Graus. Ich könnte kotzen, weil ich nun seit zwei Stunden versuche die Verbindung stabil zu halten. Alles Glücksspiel. Und im Spiel verliere ich sowieso immer. Zudem kann ich nicht einmal sagen, dass ich dafür in der Liebe Glück habe. Nein.

Es gibt eben Tage, an denen verliert man.
Und es gibt Tage, an denen gewinnen die anderen.

Mir bleiben also nicht einmal mehr zwei Stunden Schlaf. Der Dienst dauert dann bis 0400.

Wir waren erst zehn Minuten hier, da wurde uns bereits gesagt, dass vor ein paar Wochen ein Obdachloser einem Soldaten die Pistole an den Kopf gehalten hatte. Eine Spielzeugpistole… Einerseits hatte der Soldat Glück, weil es eben ein scheiß Spielzeug war – andererseits der Obdachlose, denn wäre er damit auf den ‚richtigen‘ Soldaten getroffen, hätte sich dieser womöglich mit einer echten Waffe gewehrt.

Das ist das eine, was wir erfahren haben, um unsere Aufmerksamkeit zu motivieren. Das andere, was uns noch berichtet wurde, hatte sich erst gestern ereignet. Ein toter Zivilist. Erstochen. Womöglich sogar von einem dieser Diebe und Räuber aus Osteuropa, gegen die hier alle ankämpfen.

Mal sehen, wie’s wird.
Ganz umsonst sind die 17 Scharfen in meiner Pistole dann doch (noch immer) nicht…

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~ von Sylvan - 17. März 2011.

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