Über Gott und die Welt

In diesen Tagen fällt den Menschen der Begriff ‚Gott‘ wieder ein.
Natürlich – wie es heutzutage ja immer der Fall ist – im negativen Sinne.
„Wie kann Gott das zulassen?“
„Wo ist er, wenn man ihn braucht?“

Hat Gott jemals gesagt:
„Forscht so lange, bis ihr wisst, was Kernspaltung ist und verwendet sie!“
oder:
„Baut AKWs auf Japan!“
oder:
„Ihr könnt euch eure Dummheiten, von mir aus auch wegen Profitgier, schon leisten. Ich beschütz‘ euch dann schon alle, wenn’s in ‚Arsch geht.“

Seit x-tausend Jahren macht Gott den Menschen klar, dass es nicht ratsam ist in Japan sensible Gebäude (zum Beispiel AKWs) aufzustellen.

Wenn eines Tages in San Francisco die Hölle in Form der San-Andreas-Verwerfung auf- und ausbricht, wird Gott wieder der Schuldige sein.
Dann wird man wieder zurück blicken auf das Beben im Jahre 1906. Aber keiner wird auf die Idee kommen, dass die Menschheit im Grunde über 100 Jahre Zeit gehabt hätte, etwas zu unternehmen, und sei es einfach nur von dort ab zu ziehen.

Was ich an dieser Stelle los werden will:
Leckt mich doch einfach mit eurer Kurzsichtigkeit.

Apropos Kurzsichtigkeit:
Schon mal daran gedacht, dass die Erde dreidimensional ist und es unter Wasser noch ein bisschen weiter geht?
„Wenn der Fallout auf den Pazifik raus zieht, wird er vom Regen ausgewaschen und alles wird gut!“
Aus den Augen aus dem Sinn – aber sicher nicht aus der Welt.
In den Reisebroschüren wird dann für die nächsten 20’000 Jahre bei jeder Destination, die im Pazifik liegt, eine Warnung bzgl. erhöhter radioaktiver Strahlung zu lesen sein.
Ach, und Thunfisch steht in Zukunft sicher nicht mehr auf meiner persönlichen Speisekarte. Den hab ich nicht so gern, wenn er mit Cäsium gewürzt ist.

Aber egal, damit befassen wir uns dann, wenn es so weit ist, nicht wahr?
– Genau so, wie wir es generell handhaben, wenn es um Sicherheit und Vorsorge geht – erst die Unfälle, dann die Sicherheit erhöhen.
– Genau so, wie wir es gerade eben mit dem Thema ‚AKWs in Europa‘ machen (das vor zwei Wochen kein Schwein interessiert hätte, auch wenn damals, wie heute oder vor 5 Jahren das Risiko das gleiche war.)
– Genau so, wie es in San Francisco (nur als Beispiel) der Fall sein wird.

So, genug gelästert.
Klicken wir also weiterhin auf all die vielen „Gefällt mir“’s und ‚unterstützen‘ damit die Welt, während wir dabei kräftig in die Sessel furzen.
Die Ärsche können sich unter dessen andere aufreißen. Wir wissen ja selbst gut genug, wie hart und schwer das Leben ist (unser eigenes ganz besonders!). Wir tun ja schon, was wir können! -> *Klick*

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~ von Sylvan - 16. März 2011.

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